Das britische Marktforschungsunternehmen CONTEXT hat eine Analyse zur aktuellen Situation auf dem globalen 3D-Druckermarkt veröffentlicht. Die Zahlen zeigen stellenweise deutliche Verbesserungen, vor allem auf dem Markt der Desktop- und Low-Cost-3D-Drucker stiegen die Verkaufszahlen deutlich an. Industrie-3D-Drucker hingegen haben mit der COVID-19-Pandemie zu kämpfen.

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Das Marktforschungsunternehmen CONTEXT hat eine Analyse mit dem Titel „China and Desktop 3D Printer markets lead the way for longer U-shaped recovery“ veröffentlicht, die zeigt, dass sich Teile des 3D-Druckmarkts wieder zu erholen scheinen. Zuletzt war vor allem im Bereich der Desktop- und Low-Cost-3D-Drucker ein deutlicher Rückgang ermittelt wurden.

In dem neue Bericht von CONTEXT wird erklärt, dass die Auslieferungen von Desktop-Druckern um 68% zugenommen haben. Außerdem gibt es eine sequenzielle Steigerung der Lieferungen von Industriedruckern in China um +24% im zweiten Quartal.

Erholung nach Verbesserung der Situation in China

Chris Connery, VP Global Research bei CONTEXT, erklärt:

„Als China im zweiten Quartal 2020 wieder online ging, stieg auch die Nachfrage nach Industriedruckern. Während sich die Gesamtlieferungen von Q1 auf Q2 leicht verbesserten, hauptsächlich dank einer Erholung in China, blieben sie in den westlichen Märkten sehr niedrig, was dazu führte, dass die Gesamtlieferungen in der Klasse gegenüber dem Vorjahr um -38% zurückgingen.“

Chinesische Anbieter verzeichneten sowohl einen Anstieg bei Lieferungen im Vergleich zum ersten Quartal als auch eine noch höhere Versandrate im Vergleich zum Vorjahr. Fast alle nicht-chinesischen Top-20-Industrie-3D-Druckunternehmen – außer dem deutschen Metall-3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions – hatten einen meist zweistelligen Rückgang der Anzahl der ausgelieferten Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Die chinesischen 3D-Druckerhersteller UnionTech, Farsoon und HBD konnten hingegen neben einem Anstieg der Sendungen auch höhere Sendungssummen als im Vorjahr vermelden.

3D-Druck in der Krise

Der 3D-Druck erwies sich in der COVID-19-Krise als sehr nützlich. Selbst mit handelsüblichen 3D-Druckern wurden Lücken in Lieferketten geschlossen oder COVID-bezogene Produkte wie persönliche Schutzausrüstung hergestellt (hier finden Sie kostenlose 3D-Druckvorlagen zur Coronapandemie. In einer von CONTEXT präsentierten Podiumsdiskussion hat MakerBot CEO des Desktop-AM-Unternehmens, Nadav Goshen, argumentiert, dass die Pandemie Unternehmen die Vorteile des 3D-Drucks zeigte. Goshen sagte:

„Wir haben als Branche bewiesen, dass additive Fertigung sehr schnell Veränderungen bewirken kann. Ich denke, das wird bleiben, dass additive Fertigung der agilste Weg ist, um neue Produkte zu entwickeln“.

Lieferungen von Designmaschinen (20.000 – 100.000 USD (~ 17.000 – 85.000 EUR) und Geräte der Industrieklasse gingen, so die Marktforscher, aufgrund der Herausforderungen in der Pandemie zurück. Als die westlichen Märkte im Juni langsam wieder öffneten, erholte sich die Nachfrage, verzeichnete jedoch einen Rückgang um 34% im Vergleich zum Vorjahr. Bei einigen führenden Unternehmen gab es Entlassungen, da sie auf neue Strategien umstellten.

Professional- und Personal-3D-Drucker

Mehr Heimarbeit bedeutet auch einen Anstieg der Nachfrage bei Druckern der Professional-Klasse (2.500 (2.135 EUR) bis 20.000 (17.135 EUR)US-Dollar). Die Nachfrage nach robusteren, professionellen Systemen stieg, weshalb die Preise der Drucker seit Anfang 2019 um + 15% gestiegen sind. Der Professional-Markt ist die einzige Preisklasse, die ein Umsatzwachstum von 7% zum Vorjahr im zweiten Quartal 2020 vermelden konnte.

Bei Personal-Druckern auf Hobby-Ebene (<2.500 USD (<2.135 EUR) ohne 3D-Druckerkits) stiegen die Sendungen im Vergleich zum Vorquartal um 68%. Die neuen 3D-Druckersendungen stiegen insgesamt geringfügig von Q1 auf Q2 um 5%, waren aber um 27% geringer als im Q2 2019. Nun heißt es, abzuwarten, wie sich die Verkäufe auf der Messe für additive Fertigung formnext, die vom 10. bis 12. November online stattfindet, entwickeln wird.

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