Ein 30 Tage andauerndes Abenteuer hat ein niederländisches Paar vor sich. Es wird im Rahmen des Projekts Clean2Antarctica von den Union-Inseln zum Südpol und zurück reisen. Als Fahrzeug dient Ihnen dabei ein Solarmobil, welches zu großen Teilen aus recyceltem PET-Flaschen besteht. Der Plastikmüll wurde zu Filament verarbeitet und daraus mit einem 3D-Drucker die Fahrzeugteile gedruckt.

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Das niederländische Paar Edwin und Liesbeth ter Velde wird in einem Monat unter dem Projektname Clean2Antarctica ihre Reise vom Union-Gletscher in der Antarktis zum Südpol und zurück beginnen. Das Abenteuer wird 30 Tage dauern. Als fahrbarer Untersatz dient ihnen das Solarfahrzeug Solar Voyager, welches zum Großteil aus Kunststoffmüll besteht und mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. In zwei Anhängern befinden sich die notwendigen Solarmodule.

Solarmobil von clean2antarctica
Das Solarmobil von clean2antarctica mit Kunststoffteilen aus dem 3D-Drucker (Bild © Clean2Antarctica).

200 Kilogramm PET-Abfälle dienten als Filament

Das futuristische Solarfahrzeug ist 16 Meter lang, wiegt 1,48 Tonnen und ist mit acht Rädern ausgestattet worden. Zum Projektstart wollte das Paar seine Vision im Zusammenhang mit dem Recycling von Kunststoffmüll zeigen. Sie verwendeten rund 200 Kilogramm an PET-Abfällen, die zu Filament verarbeitet wurden.

Im Anschluss wurden hexagonale Teile mit einem 3D-Drucker hergestellt, die als Basis des Fahrzeugs dienten. Die Einzelteile werden durch gedruckte Spezialknöpfe zusammengehalten, die auch per 3D-Druck gefertigt wurden und gegen Extremkälte resistent sind. Zehn klassische Solarmodule versorgen den Elektromotor des Solar Voyager mit dem notwendigen Strom. Vor zwei Monaten sorgte das Elektroauto Skorpion aus dem 3D-Drucker von Schülerinnen der HTL Salzburg für Aufmerksamkeit. Das Fahrzeug wurde mit Unterstützung der Firma HAGE3D hergestellt und bekam Mitte September eine Strassenzulassung.

Notfallbatterien inklusive

Solar Voyager
In 30 Tagen zum Südpol und zurück (Bild © Clean2Antarctica).

Zwei Batterien mit 10 Kilowattstunden Kapazität lassen sich im Notfall nutzen, damit das Solarfahrzeug weiterfahren kann. In der Antarktis kommen Solarmodule heute kaum zum Einsatz. Grundsätzlich besteht enormes Potential, zum Beispiel die Verwendung der Solartechnologie in Forschungsdrohnen. Die Expedition des Paares wird von drei Personen begleitet und ein Film gedreht.

Solarbetrieben ist auch das Solarsystem für 3D-Drucker von Studenten des Rochester Institute of Technology, mit dem in Zukunft auch der Einsatz solcher Drucker in Regionen mit unzureichender Stromversorgung ermöglicht werden soll.

 Trailer Clean2Antarctica

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