Spinnenroboter "SiSpis":

Siemens entwickelt mobile 3D-Drucker-Roboter die im Team zusammenarbeiten können

Mit „SiSpis“ entwickeln Forscher von Siemens mobile 3D-Drucker-Roboter, die im Team zusammenarbeiten und komplexe Strukturen selbstständig erstellen können. Die Roboter, die einer Spinne gleichen, sind aber nicht nur teamfähig. Sie können noch mehr.

Logo SiemensEin Forscherteam des „Siemens Corporate Research“ in Princeton hat einen Gruppe von Spinnenrobotern entwickelt, die als autonome 3D-Drucker agierend einzeln und in Gruppen automatisiert 3D-Druck-Aufgaben erfüllen können. Die Spiderbots wurden auf den Namen „SiSpis“ getauft, können autonom oder zusammenarbeiten und ihre Energiespeicher selbst wiederaufladen. In die Entwicklung der Spinnenroboter wurde jede Menge Zeit und Ressourcen investiert, wie Projektleiter Livio Dalloro gegenüber „The Engineer“ berichtet.

Wie er fortführt, versuche man mehrere autonome Roboter zur kollaborativen, additiven Fertigung von Strukturen, wie zum Beispiel Autokarosserien, Schiffsrümpfe und Flugzeugrümpfe, zu bewegen. Die „SiSpis“ laufen mit der Siemens NX PLM-Software und sind mit einem 3D-Drucker-Extruder ausgestattet. Die laufenden „SiSpis“-3D-Druck-Roboter verwenden Polymilchsäure, einen biologisch abbaubaren Thermokunststoff, als Druckmaterial.

Druckmaterial aus Maisstärke und Zuckerrohr

"SiSpis" Spinnenroboter von Siemens
Die „SiSpis“ Spinnenroboter von Siemens sind mobile 3D-Drucker, die in Gruppen zusammen arbeiten können (Bild © The Engineer).

Der Kunststoff kann aus Maisstärke, Zuckerrohr und anderen natürlichen Quellen bestehen. Im Vergleich zu einem 3D-Drucker sind die Siemens Spiderbots mit ihren jeweils acht Beinen mobil (mehr Beispiele für mobile 3D-Drucker), haben einen Laserscanner und eine Kamera integriert, zur Interpretation ihrer Umgebung. Die Sensoren ermöglichen es den SiSpis genau zu wissen, wo sie zur Erfüllung ihrer Aufgabe hingehen müssen.

Die 3D-Druck-Roboter können einzeln und in Gruppen arbeiten, wobei die Gruppenarbeit vor allem bei größeren Projekten sinnvoll ist. Basierend auf speziellen Algorithmen für Multiroboter-Aufgabenplanung wird die Zusammenarbeit beim 3D-Druck ermöglicht. Im Rahmen einer Aufgabe kann der 3D-Druckbereich in vertikale Kästen aufgeteilt werden, wobei jeder Roboter seine eigene Reihe von Feldern zugeordnet bekommt. Die Aufteilung der Roboterarbeit erlaubt es den Maschinen, komplexe Geometrien zu bauen. Vielleicht ein weiterer Schritt zur Fertigung einer Mondbasis mit mobilen 3D-Druckern?

Selbstständiges Aufladen der Akkus

Eine der nützlichsten Funktionen der SiSpis ist ihre Fähigkeit bei einem niedrigen Akkustand selbstständig zur Ladestation zurückzukehren und erfolgt über eine verbaute Ortungstechnologie. Beim Ladevorgang wird für den Roboter ein Ersatzroboter eingesetzt und dient dazu eine Unterbrechung des Druckprozesses zu vermeiden.

Zur Zeit gibt es keine Informationen darüber wann und wo Siemens die Spinnenroboter einsetzen wird. Der Konzern investierte am Jahresanfang einen Betrag von 20,4 Millionen Euro in eine Anlage für 3D-Metalldruck in Schweden und kooperiert mit dem Flugzeughersteller Airbus bei der Entwicklung von 3D-Drucktechnik für die Flugzeugherstellung zusammen.

Die „SiSpis“ 3D-Druck-Spinnenroboter zählen definitiv zur Kategorie „Zukunft und Visionen„, sind es aber wert im Auge behalten zu werden. Bei Neuigkeiten informieren wir Euch wie gewohnt in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

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