Siemens hat mit 3D-Druckern Roboterspinnen entwickelt, die autonom und im Team arbeiten können. Die Spinnen namens SiSpis laufen sogar selbstständig zur Ladestation und laden sich auf, bevor der Akku leer ist.

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Roboterspinne "SiSpis" aus 3D-Drucker
Die Roboterspinne „SiSpis“ wir mit einem 3D-Drucker hergestellt und ist Team-fähig (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos; Videoquelle: Youtube/Vocativ).

Der Technologiekonzern Siemens hat Spinnen-Roboter entwickelt, die mit einem schnell härtenden Polymer arbeiten und so als mobile 3D-Drucker autonom handeln können. Die Bauteile der robotischen Spinnen wurden per PC entworfen und im Anschluss von Livio Dalloro vom Siemens-Forschungszentrum Princeton in Zusammenarbeit mit seinem Team mittels 3D-Druck hergestellt.

Die zusammengebauten Spinnenroboter werden SiSpis genannt und agieren als selbstständige 3D-Drucker. Eine Düse am Ende ihres Druckarms sondert das Kunststoffpolymer ab und trägt es schichtweise auf Oberflächen von Flugzeugrümpfen oder Schiffskörpern auf. Gearbeitet wird dabei im Mikrometerbereich. Die Spinnenroboter können im Team arbeiten und wurden auf eine arbeitsteilige Zusammenarbeit programmiert.

Programmiert wurden die SiSpis mit einem neuen Computeralgorithmus, was eine Absprache der Maschine untereinander erlaubt. Jede der Spinnen kann dadurch ein Teil des Druckprojekts bearbeiten und dank dieser Arbeitsteilung wird das Projekt schrittweise fertiggestellt. Komplexe Geometrien können von den SiSpis bearbeitet werden und sie können eventuellen Hindernissen ausweichen.

Spinnenroboter geht selbstständig zur Ladestation

Die Akkuladung einer Roboterspinne reicht für zwei Stunden und sobald der Akku leer ist, begibt sie sich autonom zur Ladestation. Unterwegs übermittelt sie ihre Daten an einen Kollegen, der bereits aufgeladen ist und dieser arbeitet als Ablösung für sie. Wie die Forscher berichten, seien für die Fertigung riesiger Bauteile wie Schiffsrümpfe hunderte SiSpis erforderlich. Die autonome Kooperation zwischen den Roboterspinnen wurde als Ziel bereits erreicht. Das erlangte Fachwissen wollen die Forscher jetzt für andere Industrieroboter einsetzen. Wenn die Technologie ausgereift ist, sei diese den Entwicklern zufolge auf quasi alles anwendbar.

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Im März 2015 zeigte das Unternehmen Festo elektronische Ameisen und Schmetterlinge aus dem 3D-Drucker, die miteinander arbeiten und kommunizieren. Die Roboterspinne ATHLETE von der NASA soll in ein paar Jahren eine Mondbasis per 3D-Drucker aufbauen. Die T8 und T8X Spinnen sind Salsa-tanzende Roboter, die ebenfalls mit dem 3D-Drucker hergestellt wird.

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