"Wie Legosteine":

In Singapur soll eine Siedlung für Sozialwohnungen aus dem 3D-Drucker entstehen

150 Millionen Euro investierte die Regierung in Singapur für das Forschungszentrum „Singapore Centre for 3D Printing“. In Kürze präsentieren die Forscher und Entwickler nun ein erstes Mammut-Projekt. Wie es seitens des Instituts heißt, plant das Team die Errichtung einer komplettem Siedlung aus Sozialwohnungen mit dem 3D-Drucker herzustellen.

Logo Nanyang Technologica UniversityDie Nanyang Technological University (NTU), als Teil des Singapore Centre for 3D Printing, arbeitet derzeit mit dem Projekt „3D-Druck von Sozialwohnungen“ an einer der größten Herausforderungen im 3D-Druck weltweit. Im Hausbau und der Architektur wird das 3D-Druckverfahren als Zukunft für vor allem kostengünstigen Wohnraum angesehen, jedoch sind die damit verbundenen Hürden noch lange nicht alle überwunden. Bislang sind schon Büroflächen, Brücken und kleine Häuser gedruckt worden.

Zahlreiche Organisationen befassen sich mit der Entwicklung eines 3D-Druckverfahrens um tragende Elemente des Hausbaus, wie Wände und Einrichtungselemente, drucken zu können. Die Idee eines 3D-Hochhauses hingegen ist ganz neu und  möchte das Zentrum für 3D-Druck aus Singapur jetzt in einem breit angelegtem Forschungsprojekt testen.

Wie Prof. Chua Chee Kai, der Geschäftsführer des 3D-Druck-Zentrums berichtet, besteht die Idee darin ein Gebäude in einen bestimmten Zeitrahmen zu drucken, diese zu einer Baustelle zu transportieren und wie Legosteine zusammenzubauen. Dieses »Lego-Stil«-Fertigungsverfahren wird offiziell als »“Prefabricated Pre-Finished Volumetric Construction« bezeichnet und wurde bereits eingesetzt um drei Wohnungen an der NTU zu bauen, obwohl die einzelnen stapelbaren Module eher in traditioneller Bauweise errichtet wurden.

Wohnsiedlung aus dem 3D-Drucker
Blick in die Zukunft: So soll die Wohnsiedlung einmal aussehen. Die Sozialwohnungen (Hochhäuser) sollen mit einem speziellen 3D-Drucker schichtweise aufgebaut werden (Bild © Nanyang Technological University NTU.

Die Hauptstrukturelemente der 3D-Sozialwohnungen sollen mit einem 3D-Drucker hergestellt werden. Im Verlauf dieses Jahres plant das 3D-Druck-Zentrum, welches mit einem Unternehmen im 3D-Druck zusammenarbeitet, die Idee formell Regierungsbehörden zu präsentieren. Wie die Idee aufgenommen wird und wie das Projekt operativ Einsatz findet, darüber berichten wir in unserem Newsletter, wenn es denn soweit ist (anmelden; limitierte Anzahl an Abonnenten).

Wenn alles nach Plan läuft, soll ein Prototyp in drei Jahren entwickelt und fertig sein. Entwickelt werden müssen Prof. Chua zufolge ein druckbarer Beton und spezielle 3D-Drucker.

Das 3D-Druck-Zentrum Singapur wurde für 150 Millionen US-Dollar von der Regierung und lokalen Unternehmen eingerichtet, um die Möglichkeiten des 3D-Druckverfahrens zu erforschen. Neben dem 3D-Hausdruck wird das Potenzial erforscht Waffenteile für das Militär zu drucken und wie der 3D-Druck im Gesundheitswesen eingesetzt werden kann.

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