Die niederländische Designerin Anouk Wipprecht hat mit ihrem Proximity Dress 2.0 ein um Sensoren erweitertes Kleid aus dem 3D-Drucker vorgestellt, mit dem sie die Proxemics-Theorie von Edward T. Hall umsetzt. Ihre neueste Kreation aus dem Bereich Fashiontech definiert bestimmte persönliche Bereiche, in die Fremde nicht eindringen sollten. Das Kleid registriert zum die Entfernung anderer Personen. Während der Corona-Pandemie ein interessantes Konzept.

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Die Designerin Anouk Wipprecht hat ein mechanisches Kleid zum Schutz des persönlichen Raums vorgestellt. Das Kleid wurde mit einem 3D-Drucker gedruckt. Mit der Arbeit an der ursprünglichen Version des Kleides begann sie 2007, wie dieser Artikel erklärt. Die erste Version des Proximity Dress entstand 2012. 2019 hat Wipprecht auf den 3D-Druck zurückgegriffen, um ein Markenkonzept von Rolls Royce umzusetzen

Proxemics-Theorie von Edward T. Hall

Proxemics Theorie von Edward T. Hall
Die erste Version des Proximity Dress entstand 2012 (Bild © Anouk Wipprecht).

Wipprecht entdeckte die Idee der Proxemics-Theorie von Edward T. Hall und wollte dies in den digitalen Bereich übersetzen. Der Abstand reichte bis zu 25 Fuß (rund 7,62 Meter). Wipprecht findet es dem Artikel zu Folge rücksichtslos, dass es immer noch Menschen gibt, die in einer Pandemie-Zeit den Abstand nicht einhalten. So griff sie die Idee für ihr Kleid neu auf.

Die Proxemics-Theorie von Edward T. Hall definiert vier Räume um den Körper. Jeder Raum hat seinen eigenen charakteristischen Abstand. Er konnte den Abstand nur mit einem Holzstab messen. Wipprecht setzt auf moderne Technologien.

Wie funktioniert das Kleid?

Mit Näherungs- und Wärmesensoren beginnt das Kleid zu reagieren, wenn sich Fremde im intimen, persönlichen, sozialen und öffentlichen Raum um den Träger befinden. Es erweitert sich mithilfe eines im Kleid integrierten 3D-gedruckten Hüftrobotermechanismus. Ein 3D-gedruckter transparenter Kragen aus Harz besitzt ebenfalls integrierte Sensoren, die reagieren.

Servos werden durch Hüftmechanismen an den mechanischen Hüftteilen gehalten. Sie werden mit SLS-Nylon PA-11 (Selective Laser Sintering) 3D-gedruckt, um so mehr Belastungen auszuhalten. Der 3D-gedruckte transparente Kragen entstand mit dem Objet Connex 500-Polyjet-3D-Drucker. Er wurde mit mehreren Materialien und dem VeroClear-Material von Stratasys hergestellt.

Schall mit einer hohen Ausgangsleistung ermöglicht die Messung der Entfernung. Kombiniert ist das Ganze mit stufenloser Verstärkung, Echtzeit-Wellenformsignaturanalyse, automatischer Hintergrundkalibrierung in Echtzeit und Algorithmen zur Rauschunterdrückung. Das elegante 3D-gedruckte Kleid ist ein gelungenes Beispiel für den Einsatz von 3D-Druck. Wir haben 10 beeindruckende Kleidungsstücke aus dem 3D-Drucker in einem Artikel zusammengefasst.

Proximity Dress 2.0
Mit Näherungs- und Wärmesensoren beginnt das Kleid zu reagieren, wenn sich Fremde in den einzelnen Bereichen befinden (Bild © Anouk Wipprecht).

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