Schweiz:

Mit der Fingerprothese aus dem 3D-Drucker bis ins Finale von „Jugend forscht“

Beim Schülerwettbewerb „Schweizer Jugend forscht“ steht mit Marco Savignano ein Schüler im Finale, bei dessem Projekt eine Fingerprothese mit einem 3D-Drucker erfolgreich hergestellt wurde.

Der Wettbewerb „Schweizer Jugend forscht“ zählt mit Marco Savignano vom Kollegium Stans einen teilnehmenden Jungforscher, der es mit seiner Fingerprothese aus dem 3D-Drucker bis in das Finale geschafft hat und die Expertenjury mit seiner Arbeit überzeugte. Er konstruierte eine funktionsfähige Fingerprothese und fertigte die Einzelteile des künstlichen Fingers anschließend per 3D-Druck. Die gedruckte Prothese stellte er für seine Maturaarbeit her. Die Maturaarbeit des Jungforschers erinnert an die Abhandlung eines Anatomieexperten, jedoch strebt er keine Zukunft als Mediziner an, weil er nach dem Militär ein Wirtschaftsstudium beginnen möchte, berichtet die „Luzener Zeitung“.

Marco Savignano mit 3D-Drucker
Marco Savignano präsentiert seine Fingerprothese aus dem 3D-Drucker (Bild © Corinne Glanzmann/KollegiumStans).

Von heute bis Sonntag präsentiert er seine Arbeit im Kursaal in Bern. Auf die Idee einer Fingerprothese kam er wegen seiner Faszination für den 3D-Druck und bei der Suche nach einem passenden Produkt kam er auf die Medizin, die immer häufiger mit dieser modernen Fertigungsart verbunden wird. Der Zeitaufwand für die Einarbeitung in die CAD-Programme, 3D-Druck und Anatomie seien enorm gewesen. Seine gedruckte Fingerprothese testete er mit einem Bekannten, der bei einem Unfall im Kindesalter einige Finger verloren hatte. Basierend auf dem Feedback des Bekannten wurde die Prothese weiter optimiert.

Das Endprodukt ist Version 12 mit der eine PC-Maus bedient werden kann, doch Savignano zufolge sei die Fingerprothese noch nicht alltagstauglich. Optischen Gründen nach sollte sie noch mit einer Silikonhülle ummantelt werden. Die Herstellung der Silikonhülle erfordere professionelle Unterstützung und es würde ihm wegen der bevorstehenden Matura die Zeit fehlen. An einer Weiterentwicklung habe er Interesse, wenn es am „Schweizer Jugend forscht“ zu entsprechenden Kontakten kommen sollte.

Auch die junge Violinistin Isabella Nicola kann dank einer Armprothese aus dem 3D-Drucker wieder ihre Violine spielen und das HELIOS Klinikum Hildesheim konnte einer Patientin eine gedruckte Hüftprothese erfolgreich einsetzen. Der Australier Mat Bowtell versendet mit dem 3D-Drucker gefertigte Fingerprothesen an arme Kinder weltweit, denen Hände oder Finger fehlen.

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