Das längste Objekt aus einem 3D-Drucker, welches je hergestellt wurde, ist 37,7 Meter lang. Hergestellt wurde es von dem US-Unternehmen Made In Space. Als 3D-Druckverfahren kommt eine Technologie zum Einsatz, die Astronauten in Zukunft bei Langstreckenmissionen unterstützen soll, Instrumente und andere benötigte Objekte auf Bedarf im Weltraum selbst herzustellen. Das 3D-gedruckte Objekt erhält in Kürze seinen Eintrag in das Guinness-Buch der Weltrekorde.

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Made in Space Logo.Die Firma Made In Space hat sich mit dem 3D-Druck eines 37,7 Meter langen Balkens den Guinness-Weltrekord für das längste gedruckte Objekt gesichert. Gefertigt wurde der Balken mit dem Extended Structure Additive Manufacturing Machine (ESAMM) 3D-Drucker (wir haben dazu berichtet). ESAMM ist ein 3D-Drucker des Archinaut Systems, welches mit mehreren Roboterarmen arbeitet und große Teile direkt im Weltraum nicht nur herstellen, sondern auch reparieren soll, wie zum Beispiel Satelliten. Zusätzliche Roboterarme sind zum Hantieren verbaut worden. Gemeinsam mit dem brasilianischen Unternehmen Braskem entwickelte Made In Space eine Technologie, mit der ein Recycling von Kunststoffen auf der ISS möglich ist und für den 3D-Drucker verwendet werden kann.

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Der Pluspunkt des 3D-Großformatdruckers ist das Entfallen des Transports von großen und unhandlichen Teilen ins All, was in Kosteneinsparungen resultiert. Zur Zeit befindet sich ESSAM noch in der Entwicklung. Im letzten Jahr offenbarte Made In Space seine Pläne eine Orbit-Testmission mit dem Archinaut System schon 2018 durchzuführen.

Made in Space Weltrekord 3D-Druck
Mit dem 37,7 m langen 3D-Druck bekam Made in Space einen Eintrag ins Guinness Buch der Weltrekorde (Bild © Made in Space).

Als erstes sollen kleinere Objekte mit wenigen Metern gefertigt werden. In der Zukunft soll der 3D-Drucker sogar Strukturen mit mehreren hundert Metern Länge im Weltraum herstellen können. Wie wir kürzlich erst berichteten, arbeitet die NASA im Projekt „Omics in Space“ an einem Mikrobiologieprojekt mit dem Ziel, medizinische Instrumente per 3D-Drucker zu entwickeln, die mit Flüssigkeiten wie Blutproben umgehen können, ohne sie in der Schwerelosigkeit zu verschütten. Die 3D-gedruckten Instrumente werden zur Zeit auf der ISS erprobt und lassen sich dazu einsetzen, die Gesundheit der Astronauten zu erhalten.

Von der NASA wurde das Archinaut Project im Rahmen der Tipping Points Kampagne mit 20 Millionen US-Dollar (ca. 16,2 Millionen Euro) gefördert. Der riesige gedruckte Balken liegt aktuell in der Made In Space Niederlassung im NASA Ames Research Center am Moffet Field. Abonnieren Sie unseren Newsletter, wenn Sie über Neuigkeiten oder neue Rekorde aus der Welt des 3D-Drucks informiert bleiben möchten.

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