
Schnell, günstig und einfach in der Herstellung
Er überlegte sich die Rahmenbedingungen für eine Schutzmaske. Sie sollte einfach, kostengünstig und schnell anzufertigen sein. Sie sollte sich möglichst flexibel an Gesichter anpassen können und unabhängig von den Materialien druckbar sein. Beim Entwurf ließ er sich von Masken aus dem Internet inspirieren. Bei seinen Recherchen stieß er zum Beispiel auch auf die Lösung von Isinnova mit den Tauchermasken, die COVID-19-Patienten beim Atmen helfen sollen. Er verwendete die physischen Umrisse und entfernte alle anderen Details. Es blieb ein dünner Ring aus formbarem Kunststoff mit kleinen Einsparungen für Gummibänder und Schnüre, mit denen der Rahmen am Gesicht festgehalten wird.
Fünf Tage später veröffentlichte er sein erstes Modell in einer Gruppe für medizinische Open-Source-Geräte zur Bekämpfung von COVID-19. Die Mitglieder wiesen ihn auf kleine Verbesserungsmöglichkeiten hin, aber im Großen und Ganzen kam die Maske sehr gut an. Er begann, das überarbeitete Modell zu drucken und an Krankenhäuser in seiner Nähe auszuliefern. Die Druckzeit betrug gerade einmal 15 Minuten bei geschätzten Materialkosten von rund 9 Cent. Sie ließ sich mit allen vorhandenen Filtermaterialien kombinieren.
Weltweite Aufmerksamkeit
Über seine Arbeitsstelle bei GE Additive wurden auch die U.S. Navy und die National Institutes of Health darauf aufmerksam, die seine Maske im großen Umfang druckten und verwendeten. Die Navy druckte Zehntausende der Masken, die zwar keine N95-Alternativen sind, aber ihren Zweck im Alltag der Bürger erfüllten. Damit möglichst viele Menschen davon profitieren, lud Fuller die 3D-Modelldateien auf Websites wie GrabCAD und Thingiverse hoch, wo sie andere Personen testen, verbessern und nutzen können. Viele Unternehmen nutzen derzeit ihre Erfahrung mit dem 3D-Druck, um in der Coronavirus-Pandemie zu helfen. Wir haben zum Beispiel eine Übersicht mit 15 kostenlosen 3D-Druckvorlagen für den Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zusammengestellt.








