Die ukrainische Konditormeisterin Dinara Kasko setzt bei der Herstellung ihrer Torten auf die Unterstützung der 3D-Drucker und mathematische Algorithmen. Die Tortenkreationen entstehen in Zusammenarbeit mit Künstlern, Ingenieuren und anderen Konditoren. Die Torten, die mit Hilfe von Formen aus dem 3D-Drucker entstehen, beeindrucken mit aufwendigen geometrischen Formen, die ohne technische Hilfe wohl nur sehr schwer zu realisieren wären. Die Grundlage für den speziellen Backprozess sind neben 3D-gedruckte Formen auch aktuellste Modellierungsprogramme, mit denen die Interaktionen von Objekten im Raum simuliert werden können. Gewichtig sind bei dem Prozess auch Variablen wie Schwerkraft, Materialeigenschaften und der natürliche Geschmack.

Von Dinara Kasko werden ausschließlich hochwertige Zutaten eingesetzt, um einen echten Genuss auf höchster Ebene zu erreichen, heißt es in einem Artikel auf designboom.com. Die Konditormeisterin landete mit ihren Kuchendesigns bereits auf Magazin-Titelseiten, nahm an Backwettbewerben teil und wurde auf namhaften Designer-Webseiten erwähnt.

Der Ruby-Schokoladenkuchen ist einer dieser Kuchen und wurde in Zusammenarbeit mit drei Konditor-Kollegen in Shanghai gefertigt. Der Kuchen setzt sich aus 81 verschiedenen geformten wie gekrümmten Teilen zusammen. Er wurde aus Anlass des Ruby Chocolate-Events des Schokoladenherstellers Barry Callebaut hergestellt. Ruby ist eine neue Schokoladensorte von Barry Callebaut. Callebaut ist beim 3D-Druck von Lebensmitteln übrigens kein Unbekannter. Der belgische Chocolatier setzt bereits seit längerem auf den 3D-Druck von Schokolade.

Dinara arbeitet abwechselnd mit verschiedenen Künstlern zusammen, so kooperierte sie für ihre neueste Kuchenkreation mit dem US-Künstler Jose Margulis aus Miami. Er verfügt bereits über Knowhow im 3D-Druck volumetrischer Geometrien. Vier verschiedene algorithmische Torten sind das Ergebnis, deren Geschmacksrichtungen von Erdbeer-Confit, rote Johannisbeere, weiße Schokoladen-Mousse, Mascarpone, Brombeermouse, Brombeerblaubeere-Confit und Mandelcreme reichen.

Es gibt einige Neuigkeiten auf dem Lebensmittelmarkt in Bezug auf den 3D-Druck: Im März 2017 berichteten wir über die russische Fastfoodkette Teremok, die bei der Herstellung von Pfannkuchen auf 3D-Drucker setzt. Einen Prototypen seines 3D-Schokoladendruckers „SWEETIN“ präsentierte der chinesische Hersteller Nanjing Wiiboox 3D Technology im Dezember letzten Jahres der Öffentlichkeit. Und Forscher aus Israel arbeiten an kalorinfreien Mahlzeiten, die mit 3D-Druckern hergestellt werden sollen. Alle News in Zukunft in unserem kostenlosen 3D-Druck-Newsletter (hier kostenlos abonnieren).

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