Chinmaya Arya ist eigentlich ein gewöhnlicher 12-jähriger Junge aus Delhi (Indien), der sich aber neuerdings in die Liste der jüngsten Kindern Indiens einreihen darf, die sich einen eigenen 3D-Drucker gebaut haben. Unterstützt wurde er dabei von dem 3Dexter-Labor und seiner Familie. 3Dexter möchte Kindern in Indien dabei helfen, die umfangreichen technischen Möglichkeiten im Rahmen der Fähigkeiten und Interessen der Schülerinnen und Schüler nutzbar zu machen.

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Das Interesse an der 3D-Drucktechnologie wächst stetig, und das nicht nur in der Fertigung. Auch in den Schulen nimmt die Arbeit am 3D-Druck zu (lesen Sie hier mehr). Selbst jüngere Schüler setzen sich bereits im Unterricht mit einem 3D-Drucker auseinander, wie der 12-jährige Chinmaya Arya von der Laurel High School in Delhi, Indien.

Arya wurde durch das 3Dexter Technologielabor an seiner Schule auf die Maschine aufmerksam. Manchmal blieb er bis spät am Abend dort, um den 3D-Drucker zu erforschen. Nach acht Monaten beschloss er, einen eigenen herzustellen, damit er jederzeit Zugriff auf einen 3D-Drucker hat.

Cuxem 3D-Drucker
42 Tage lang arbeitete er an seinem 3D-Drucker und nannte ihn Cuxem („Wissenschaft“) (Bild © 3Dexter).

Prem Kumar, Produktdesigner bei 3Dexter, beschrieb den Enthusiasmus des jungen Mannes:

„Die Leidenschaft, die aus seinen Augen strömt, und sein Wille, alle Elemente des 3D-Druckers vor Ort selbst zu beschaffen, zwangen uns dazu, uns mehr auf das Kind zu konzentrieren.“

Er schrieb viele Beiträge über seine Wünsche und Ideen auf der 3Dexter Facebook-Seite und erhielt so viel Unterstützung. Auch seine Familie half ihm. Er hat 42 Tage lang daran gearbeitet und überwand zahlreiche Hindernisse, um die Maschine zu bauen. Er nannte seine Maschine Cuxem, was laut Arya „Wissenschaft“ bedeutet.

Mit einem Bauvolumen von 300 mm² und einer Auflösung von 100 Mikrometern ist der 3D-Drucker der erste, der von jemandem in seinem Alter in Indien gebaut wurde.

Arya 3D-Drucker
Arya und sein 3D-Drucker (Bild © 3Dexter).

Der bisherige Rekord einer so jungen Person, die einen 3D-Drucker in Indien baut, wurde 2014 von dem 15-jährigen Angad Daryani aufgestellt. Daryani zeigte von klein auf Faszination und viel Talent in der Technik. Als er acht Jahre war, baute er seinen ersten humanoiden Roboter. Der erste 3D-Drucker folgte, nachdem er die traditionelle Schulausbildung abgebrochen hatte. Mit seinem ersten entwickelten 3D-Drucker startete er sein Geschäft. SharkBot soll in der Lage sein, alles außer Metall zu drucken. Ziel war es, dass der 3D-Drucker günstiger als die nach Indien importierten 3D-Drucker sein sollte.

Arya ist mit seinen Ideen Daryani auf den Fersen und hat bereits Pläne, weitere 3D-Drucker zu entwickeln. Damit möchte er etwas zum 3Dexter-Labor beitragen und sie an seine Freunde verkaufen. Sein nächster 3D-Drucker soll einen Metallkörper haben. Arya ist nur ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Kinder in jungen Jahren die Möglichkeit haben, mit diesen fortschrittlichen Technologien zu interagieren.

„Wir wollen wirklich, dass diese Geschichte die Menschen ermutigt, ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt 3Dexter Co-Founder Raunak Singhi.

Über 3Dexter

3Dexter wurde im Jahr 2015 von sieben Freunden gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, das indische Bildungssystem durch erlebnisorientiertes Lernen und umfassende technische Lösungen zu verändern. Doch es bleiben Fragen offen: Sind Schüler wie Arya die Ausnahme oder die Regel, wenn sie die Möglichkeit haben, auf ein umfassendes Bildungsprogramm zurückzugreifen? Wie viele andere innovative junge Leute gibt es? Das Team von 3Dexter glaubt, dass die Zahlen nicht unbedeutend sind.

Nach einer Investition von 150.000 US-Dollar von ICA Edu Skills, einem Unternehmen, das sich hauptsächlich auf die Bereitstellung umfassender und qualitativ hochwertiger Schulungen für die Buchhaltungsbranche konzentriert, wird 3Dexter noch viele Wege bereitstellen können, um weiteren Kinder wie Arya zu helfen.

Schüler und Studenten verwirklichen oft interessante Projekte. An der Hochschule Ravensburg-Weingarten entwickelten Studenten einen selbst balancierenden Scooter mit Hilfe von einem 3D-Drucker.  Auch mithilfe eines 3D-Druckers bauten Schüler in Düsseldorf einen humanoiden Roboter. Erstaunlich, was die Ingenieure und Forscher von morgen heute schon entwickeln. Auf 3D-grenzenlos erfahren Sie täglich mehr (kostenlosen Newsletter abonnieren).

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