Nachhaltigkeit:

Circulaire Expositie – Amsterdam präsentiert 3D-Druck Sofas erstellt aus je 3000 Plastiktüten

Das Amsterdamer Projekt „Circulaire Expositie“ spiegelt das Engagement von Amsterdam für eine nachhaltige Stadt wieder. Einige Ausstellungsstücke, wie auch zwei Sofas aus je 3000 Plastiktüten, stammen aus dem 3D-Drucker. Das zeigt, dass der 3D-Druck immer besser beim Recycling eingesetzt werden kann.

Recycling ist ein wichtiges Thema, gerade bei der großen Menge Müll, die wir heutzutage produzieren. Die Circulaire Expositie ist eine Recyclingausstellung im Rathaus von Amsterdam, die ausgefallene Recyclingideen präsentiert. Die Ausstellung spiegelt das anhaltende Engagement von Amsterdam für den Aufbau einer nachhaltigeren Stadt wieder. Zwei der Ausstellungsstücke sind Sofas, die mit einem 3D-Drucker aus je 3000 Plastiktüten hergestellt wurden. Das zeigt, welch wichtige Rolle der 3D-Druck bei den Recyclingbemühungen einnimmt.

Sofa aus dem 3D-Drucker
Ein Sofa 3D-gedruckt aus 3000 Plastiktüten (Bild © Circular Amsterdam).

Recycelter Haushaltsabfall wie zum Beispiel Plastiktüten und Kartons hat sich zu einem beliebten Material in der additiven Fertigungsindustrie entwickelt. Doch während recycelte Filament-Startups wie Filabot einen umweltfreundlicheren Ansatz durch Kleinverwendung in Heim- und Büroräumen vorantreiben, geht die Ausstellung im Amsterdamer Rathaus einen Schritt weiter und zeigt, dass modernes Design nicht getrennt von Nachhaltigkeit bleiben muss.In der Tat, sagen die Verantwortlichen in Amsterdam, ist gerade diese Art des „linearen Denkens“ wahre Innovation.

„Unsere derzeitige Wirtschaft ist linear, das heißt als endliche Gerade organisiert. Wir sammeln Rohstoffe und Materialien, verwenden sie im Produktionsprozess und werfen sie als Abfall oder Endprodukt weg. Das ist Verschwendung“, schreiben die Vertreter der Städte auf der Projekt-Website. „Da Rohstoffe immer weiter in die Höhe schießen, wird die Umwelt immer härter getroffen“, fügen sie hinzu. „In einer Kreislaufwirtschaft bekommen wir es viel schlauer.“

Alte Stadionsitze neu gemacht
Neue Sitze aus alten Sitzplätzen des Amsterdamer Stadions (Bild © Hogeschool van Amsterdam).

Mit dem niederländischen Wort „circulaire“, das sowohl „kreisförmig“ als auch „Recycling“ bedeutet, zeigt die neue Ausstellung das große Interesse Amsterdams an Investitionen in ein von Zyklen der Nachhaltigkeit angetriebenes Wirtschaftsmodell. Das bedeutet, Produktion und Verbrauch sind organisiert um Materialien immer wieder zu verwenden. Für die Stadt bedeutet nachhaltige Energie erneuerbare Energie. „In einer Kreislaufwirtschaft wird kein Abfall verschwendet und so minimieren wir die Umweltauswirkungen“, erklären die Vertreter des Rathauses.

Die Circulaire Exposite präsentiert außerdem Kleidungsstücke aus recycelten Abfällen von Feierlichkeiten wie dem Nationalfeiertag, wo tausende Partygäste und Touristen Jahr für Jahr für Unmengen Müll sorgen. Die alten Sitze des Amsterdamer Stadions wurden auch verarbeitet. Die beiden Gewinner-Erfindungen der lokalen Designathon School Challenge zeigen das Ergebnis einer Mülltrennung zwischen mehreren niederländischen Schulen.

Von allen ausgestellten Stücken haben die Stadhuis-Sofas (Rathaus-Sofas) wahrscheinlich den größten Einfluss aus einer grünen Perspektive.
Von Entwicklungen und Ideen zum Thema Recycling mit dem 3D-Drucker haben wir schon öfter berichtet. Ein Schweizer gewinnt aus alten Skischuhen ein elastisches 3D-Druck Filament. Das belgische Startup Yuma verwandelt alten Plastikmüll in stylische 3D-Brillen.

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