3D FilaPrint, ein britischer Filamenthändler, beendet aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen und intensiven Wettbewerbs den Betrieb. Brexit, COVID-19 und der Ukraine-Konflikt erschwerten es dem Unternehmen, konkurrenzfähig zu bleiben.
Wie kann der 3D-Druck bei der Ausbreitung der Pandemie mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 helfen? Welche Möglichkeiten bieten 3D-Druck-Unternehmen und Unternehmen mit Zugriff auf 3D-Drucker, medizinischen Einrichtungen bei der Versorgung der an COVID-19 erkrankten Menschen zu helfen? Wie können private Makers mit ihrem 3D-Drucker dazu beitragen, gemeinnützige Aufgaben zu erledigen oder so vielleicht Menschen vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu verhindern? Diese Themenseite stellt alle Projekte, News und Entwicklungen zum Coronavirus mit Bezug auf die 3D-Drucktechnologie vor.
Die Coronavirus-Pandemie beeinflusst große Teile des öffentlichen Lebens und bringt die Wirtschaft weltweit annähernd zum Erliegen. Grund dafür sind die umfassenden, sehr strikten und Teils radikalen Maßnahmen der Politik zum Kampf gegen die schnelle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus mit dem Namen SARS-CoV-2. Denn nimmt die Anzahl der infizierten Menschen in einem Land oder einer Region zu schnell zu, droht das Gesundheitssystem die Überlastung. Für die infizierten und damit an der Krankheit COVID-19 erkrankten Menschen mit einem schweren Krankheitsverlauf stehen dann womöglich nicht ausreichend intensivmedizinische Versorgungsplätze zur Verfügung. Die Folge ist eine höhere Anzahl an Coronavirus-Toten als bei einem langsamen Anstieg der Coronavirus-Infizierten.
Eine zweite Möglichkeit die COVID-19-Toteszahlen zu reduzieren ist es, das Gesundheitssystem auf eine Zunahme an Menschen, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen, vorzubereiten. Das COVID-19 bei einem schweren Verlauf in beinahe allen Fällen eine beidseitige Lungenentzündung auslöst, benötigt es zum Beispiel mehr Beatmungsgeräte in den Kliniken und medizinischen Einrichtungen. Aber auch zum Schutz des medizinischen Personals, in Zeiten der Cornavirus-Pandemie das Rückrat der Nation, benötigt es entsprechende Ausrüstung.
Während bei ersterem Punkt die Politik und Sicherheitskräfte im Land gefragt sind, entsprechende Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen oder gar -Sperren durchzusetzen können bei letzterem Punkt Unternehmen und Privatpersonen helfen. Vor allem die 3D-Druck-Branche und Unternehmen mit Zugriff auf einen oder mehrere 3D-Drucker haben in den vergangenen Tagen und Wochen gezeigt, dass die 3D-Drucktechnologie eine lebensrettendes Produktionsverfahren sein kann. Zum einen stellen sehr viele 3D-Druck-Unternehmen weltweit ihre Kapazitäten und Know-How zur Verfügung, um Objekte wie Schutzhelme oder Atemschutzmasken herzustellen, zum anderen aber erlauben es die 3D-Drucker auch, dringend notwendige Ersatzteile für medizinisches Geräte direkt vor Ort herzustellen.
Auf dieser Themenseite berichten wir über alle Projekte, Ideen und Entwicklungen der 3D-Druck-Branche und privaten Hobby-Makers mit Bezug auf die Coronavirus-Pandemie. Erhalten Sie hier Eindrücke darüber, wie die 3D-Druck-Branche beim Kampf vor der weiteren (zu schnellen) Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie hilft, welche Projekte gestartet werden, wo auch in anderen Branchen mit Hilfe von 3D-Druckern den an mit COVID-19 erkrankten Menschen geholfen wird und alle weiteren Themen, mit Bezug von 3D-Druck zum neuartigen Coronavirus. Für alle News zu dem Thema abonnieren Sie gerne auch den 3D-grenzenlos Newsletter (hier kostenlos abonnieren).
» Abonnieren Sie unseren Newsletter mit allen 3D-Druck-Neuigkeiten zur Coronavirus-Pandemie
3D FilaPrint, ein britischer Filamenthändler, beendet aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen und intensiven Wettbewerbs den Betrieb. Brexit, COVID-19 und der Ukraine-Konflikt erschwerten es dem Unternehmen, konkurrenzfähig zu bleiben.
Forscher der Universität Wolverhampton haben den Emerald Literati Award 2022 gewonnen, nachdem sie bewiesen haben, dass ein mit 3D-Druck hergestelltes Material in der Lage ist, das Covid-19-Virus vollständig abzutöten. Der Sieg zeigt das Potenzial der additiven Fertigung in der Bekämpfung der Pandemie.
Die University of South Florida entwickelte Anfang 2020 mit Beginn der Coronavirus-Pandemie ein Teststäbchen, welches sehr einfach mit einem 3D-Drucker selbst hergestellt werden kann. Bis heute wurden damit mehr als 100 Millionen Nasen-Rachen-Tupfer gedruckt. Für seine Arbeit erhält das Entwicklerteam im Februar 2023 den „Patent for Humanity Award“. eine Auszeichnung des US-Patent- und Markenamts.
Mit Auftreten des Coronavirus und dem Beginn der Covid-19-Pandemie nahm der Verkauf von Desktop-3D-Druckern für Privatanwender deutlich zu. Einem neuen Bericht des Marktforschungsunternehmens CONTEXT zufolge sinkt die Zahl der Lieferungen wieder. Wir fassen den CONTEXT-Marktbericht, der die aktuelle Situation im 3D-Druck-Markt beleuchtet, einmal in diesem Beitrag zusammen.
Forscher aus den USA untersuchten, ob mit 3D-Druckern hergestellte Atemschutzmasken vergleichbar mit Standardmasken beim Einsatz von Atemwegserkrankungen sein können. In einer Untersuchung prüften sie ihre Theorie und unterzogen mehrere Teilnehmer einigen Tests. Wir fassen die zum Teil überraschenden Ergebnisse zusammen.
Das Team von The Worlds Protect hat gemeinsam mit der Texas A&M University und Essentium an einem 3D-gedruckten Breathalyzer gearbeitet. Dieser soll dabei helfen, Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus oder Alkoholtests in weniger als einer Minute durchzuführen. Dazu muss lediglich der zu Testende mit einem Strohhalm in eine kleine Öffnung blasen.
Das amerikanische Unternehmen OPT Industries, ein Spin-out vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), erhielt in einer Serie-A-Finanzierung 15 Mio. US-Dollar, um die Entwicklung und Produktion seiner Produkte voranzubringen. Das Start-up-Unternehmen konzentriert sich unter anderem auf den 3D-Druck der Teststäbchen InstaSwab. Dieses soll bei der Entnahme von Viren- oder Bakterienproben deutlich genauer sein als andere, konventionell hergestellte Produkte.
Mediziner in Indien kamen am vergangenen Sonntag beim Zoriox Innovation Labs Summit zusammen und diskutierten, wie der 3D-Druck und andere Methoden auf die Gesichtsrekonstruktion, nach Entstellungen im Gesicht, die durch die Krankheit Mukormykose („Schwarzer Pilz“), entstehen können, angewendet werden können. In der Zeit der COVID19-Pandemie sollen die Fälle von Mukormykose deutlich zugenommen haben.
Forscher der Hong Kong Polytechnic University (PolyU) haben ein antivirales 3D-Druck-Material entwickelt, das COVID-19-Viren und Bakterien in 10 Minuten zu 90 % abtöten kann. Nach 20 Minuten sollen Viren und Bakterien restlos entfernt sein. Sie testeten ihr Material ein Jahr lang in öffentlichen Gebäuden mit Türgriffabdeckungen und Aufzugknöpfen erfolgreich.
Um Kinder vor hoher Schadstoffbelastung und Viren zu schützen, begann ein Vater bereits im Jahr 2018 mit der Entwicklung einer neuartigen Mund-Nasen-Schutzmaske für Kinder. Die sogenannte „Flo Mask“ entstand mithilfe der 3D-Scanner und 3D-Software von Artec 3D. Heute gibt es bereits mehr als 2.000 Kinder in den USA, die diese Maske tragen.
US-Forscher haben in einer Studie das Potenzial des kollaborativen Fernunterrichts für Kinder im Grundschulalter untersucht. Zentrales Element war dabei ein 3D-Stift, mit dem ein multimediales, interaktives Bilderbuch über Ökologie und Klimawandel entstehen sollte. Die COVID-19-Pandemie habe es notwendig gemacht, Werkzeuge und Methoden für den Fernunterricht zu entwickeln, deren Effekte Forscher jetzt genauer untersuchen möchten.
In Paris fand Anfang Oktober die World Health Summit 2021 statt, bei der die Unicef mit einer Kunstinstallation die Aufmerksamkeit auf psychische Probleme bei Kindern lenken. Mit 3D-gedruckten Büsten von Kindern sollten die Verantwortlichen die im Zuge der Pandemie entstandenen psychischen Erkrankungen erkennen. Der spanische 3D-Drucker-Hersteller BCN3D übernahm den 3D-Druck der Büsten für die UNICEF.
Biologic Models erzeugt in Zusammenarbeit mit Objex Unlimited präzise Modelle von Proteinzellen. Die Nachbildung der Coronavirus-Proteine gehört zu den jüngsten Projekten, mit dem Ziel, zur Erweiterung des Wissens über das Virus und zur schnellen Entwicklung von Gegenmaßnahmen beizutragen. Alle Proteinmodelle von Biologic Models sind in vollfarbig und extrem detailliert. Hergestellt werden sie mit dem 3D-Drucker.
Die britische Beamont Collegiate Academy stellt in ihrem FabLab derzeit 3D-gedruckte Ventile für Beatmungslösungen für an COVID-19 erkrankte Patienten her. Die beteiligten Schüler wollen Menschen in Indien und Nepal helfen, die derzeit stark unter COVID-19-Ausbrüchen leiden. Zuvor hat die Schule bereits dem lokalen National Health Service mit 3D-gedruckten Ventilen geholfen.
Die ungarische Óbuda University hat mit Hilfe von 3D-Druck das Gerät „MassVentil“ für die Beatmung von 50 Personen gleichzeitig entwickelt. Gerade in Hochphasen der Corona-Pandemie, wenn es vielerorts an Beatmungsgeräten mangelt, kann eine einfache und schnell vor Ort herstellbare Lösung äußerst hilfreich sein. Die Lizenzierung für das „MassVentil“ ist noch aktuell noch nicht abgeschlossen. Der Dekan der Universität zeigt sich zuversichtlich in Kürze die Zulassung für sein Beatmungsgerät mit 3D-gedruckten Bauteilen für den Einsatz in ungarischen Krankenhäusern zu erhalten.
In der Waldschule Kinderhaus in Nordrhein-Westfalen haben Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer CO2-Ampeln gebaut. Das Gehäuse wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt und sorgt dafür, dass der CO-Anteil in der Luft ermittelt werden kann. So lässt sich das regelmäßige Lüften der Klassenräume in den Schulen besser regeln.
Das 3D-Druck-Unternehmen Markforged befragte 600 Unternehmen, wie es ihnen in der COVID-19-Pandemie ergeht. Dabei zeigte sich, dass vor allem bei Unternehmen, in denen 3D-Druck bereits zum Einsatz kommt, besser durch die Krise gekommen sind als Unternehmen die selbst noch kein Expertise in der Additiven Fertigung aufgebaut haben. Einige Unternehmen erlebten mit dem unternehmensinternen Einsatz von 3D-Druckern sogar einen deutlichen Wettbewerbsvorteil und konnten Zeit und Geld in der Produktion oder beim Prototyping einsparen.
Ein Team von Studierenden hat die zusammen vom Fraunhofer Institut und Munich Re gestartete weltweite „Give a Breath“-Challenge mit einer vollständig mit einem 3D-Drucker herstellbaren Atemmaske namens gewonnen. Die 3D-druckbare Atemmaske mit dem Namen „Soteria“ hat den entscheidenden Vorteil, dass sie in Ländern, wo es zu Lieferengpässen kommen kann, mit einem 3D-Drucker in weniger als nur einem Tag direkt vor Ort hergestellt werden kann. Wir stellen sie vor.
Das 3D-Druckunternehmen Essentium hat eine neue Studie zum 3D-Druck veröffentlicht. Bei der Befragung zeigte sich, dass der 3D-Druck in der COVID-19-Pandemie für Viele in ganz unterschiedlicher Weise eine große Hilfe war und sich seine Stellung als geeignete Fertigungsmethode damit nochmals verbesserte. Außerdem ergab die Untersuchung, dass für viele Branchen und Unternehmen der industrielle 3D-Druck reif für die Serienfertigung sei.
Das spanische 3D-Druckunternehmen BCN3D ist Teil des „COVID-19 Rapid Response Innovation Projekts, kurz CAR3D. Das CAR3D-Projekt hat es sich zum Ziel gemacht, europaweit Designs für den 3D-Druck von Masken und anderen persönlichen Schutzausrüstungen verfügbar zu machen, die den EU-Normen entsprechen. Dafür werden zahlreiche 3D-Drucker eingesetzt.