Die US Air Force druckt Trainingsbomben und Übungsgranaten und Mörser mit dem 3D-Drucker in Lakenheath. Das spart eine erhebliche Menge an Zeit und Geld. Der 3D-Druck ist laut zuständigem Staff Sgt. Riddle selbst für Einsteiger mühelos erlernbar.
Das Militär weltweit beschäftigt sich mit zahlreichen Forschungsbereichen und dementsprechend auch mit der Frage, wo die 3D-Drucktechnologie vorteilhaft eingesetzt werden kann. Auf unserer Themenseite „3D-Drucker im Militär“ erhalten Sie eine Übersicht unserer Beiträge zum Einsatz der 3D-Drucker und der dazugehörigen 3D-Drucktechnologie im Rahmen militärischer Anwendungen. Das umfasst den Einsatz der 3D-Drucker für die militärische Produktion als auch zur strategischen Militärplanung.
Einem Amerikaner gelang es vor einigen Jahren die erste funktionsfähige Handfeuerwaffe mit einem 3D-Drucker zu fertigen. Der Welt wurde dann zum ersten Mal klar, dass mit dem 3D-Druck auch Schaden angerichtet werden kann. Daraus folgte die Untersagung der Produktion von 3D-gedruckten Waffen und Munition durch die amerikanischen Rechtssprecher. Das Potenzial der 3D-Drucker wurde nichtsdestotrotz in den Rüstungsindustrien und Verteidigungsministerien weltweit erkannt.
Das russische Militär begann 3D-Drucker bei der Herstellung ihrer Armata-Serie anzuwenden. Derzeit arbeitet das staatliche Rüstungsunternehmen JSC daran, Titaniumkomponenten additiv herzustellen. In den USA hingegen begann der führende Hersteller für Lenkflugraketen Raytheon mit dem 3D-Druck zu experimentieren. Der Hauptfokus liegt auf der Herstellung von Ersatzteilen für Raketen, mit dem Ziel, den Ersetzungsprozess zu beschleunigen und kostengünstiger zu gestalten.
Außerdem engagieren sich Forscher der US Army auch bei der Herstellung vom 3D-gedruckten Essen für Soldaten. Die Idee dahinter ist, die Soldaten im Kampfgebiet mit genug Nahrung zu versorgen, die individuell auf den jeweiligen Soldaten angepasst ist. Die Integration von 3D-gedruckten Komponenten in israelische Helikopter und Kampfjets ist eine weitere Anwendungsmöglichkeit von 3D-Druck im Militär.
Eine komplett 3D-gedruckte Drohne ist eine weitere Anwendung von 3D-Druckern im Militär. Diese Drohne kann Landmimen ohne menschliche Beteiligung aufspüren und beseitigen. Eine Übersicht von Drohnen aus dem 3D-Drucker kann hier angesehen werden.
Auch der 3D-Biodruck findet seine Anwendung im Militär, insbesondere bei der Behandlung von Kriegsverletzungen. Das Ziel hier ist es, mit Hilfe eines 3D-Druckers Hautzelle auf die Wunden zu drucken. Neben den bereits aufgezählten Anwendungsmöglichkeiten der 3D-Drucker im Militär bietet sich die 3D-Drucktechnologie als eine sehr gute Problemlösung für die Logistik auf Flugzeugträgern, da diese über einen geringen Lagerplatz verfügen. Deshalb möchte man sie mit 3D-Druckern ausstatten, um so Ersatzteile und andere wichtige Materialien vor Ort herstellen zu können, ohne sie lagern zu müssen.
In einem US-Forschungslabor wird derzeit die Möglichkeit untersucht, die komplette Soldatenkampfausrüstung mit 3D-Druckern herzustellen, um dadurch das Gewicht der Ausrüstung deutlich zu reduzieren. 3D-Drucker werden außerdem für die Herstellung von nicht scharfen Antipersonen-Minen genutzt, um so das Training der Soldaten zu fördern. 3D-Drucker werden auch in der Britischen Air Force angewendet, beispielsweise für die Herstellung von Teilen für den Tornado GR4 Fighter.
Sie finden in der nachfolgenden News-Übersicht zahlreiche Beispiele militärischer Einsatzzwecke von Streitkräften weltweit, unter anderem vom chinesischen, US-amerikanischen, russischen aber auch dem deutschen Militär. Information über neue Beiträge in dieser Kategorie erhalten Sie in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.
Die US Air Force druckt Trainingsbomben und Übungsgranaten und Mörser mit dem 3D-Drucker in Lakenheath. Das spart eine erhebliche Menge an Zeit und Geld. Der 3D-Druck ist laut zuständigem Staff Sgt. Riddle selbst für Einsteiger mühelos erlernbar.
Das US-amerikanische Unternehmen nScrypt hat gemeinsam mit dem US-Militär den „nRugged“, eine robustere Version seines BioAssembly Tools, entwickelt. Dieses kann sowohl als herkömmlicher 3D-Drucker als auch als 3D-Bioprinter für organische Substanzen eingesetzt werden. Mit dem Gerät sollen auch rauere Gegenden der Welt mit 3D-Druck versorgt werden.
Das Combat Capabilities Development Command des US Army Research Laboratory (ARL) investiert in die Entwicklung des größten, präzisesten und schnellsten 3D-Metalldrucker. Dieser soll von 3D Systems hergestellt werden und hat für die Planung, Entwicklung und Tests 15 Millionen US-Dollar erhalten. Der Metalldrucker soll ein Bauvolumen von 1000 mm x 1000 mm x 600 mm erreichen.
Raytheon erhielt den Auftrag von der US Navy 23 JPALS Präzisionslandungssysteme für den militärischen Einsatz herzustellen. Die Landesysteme sind GPS-fähig und werden gerne in der Marine genutzt. Im April stellte Raytheon eine einsatzfähige Version vor.
Die US Navy erweitert ihr Additive Manufacturing Laboratory (AML) im Naval Surface Warfare Center der Panama City Division um einen Metall-3D-Drucker. Der EOS M 290 soll für das Prototyping eingesetzt werden und benötigte Bauteile schneller herstellen. Auch Spezialwerkzeuge sollen zukünftig vor Ort aus dem 3D-Drucker kommen.
Ein 3D-gedruckter Kabelschutz aus Titan wird zukünftig von General Dynamics Land Systems (GDLS) an die Produktion von GE Additive in Pittsburgh (USA) übergeben, mit dem Ziel, mit Hilfe der 3D-Drucker von GE Additive das Bauteil, welches in militärischen Bodenfahrzeugen der US-Streitkräfte eingesetzt wird, mit weniger Gewicht und in hoher Geschwindigkeit kostengünstig herzustellen. Es wird das erste 3D-gedruckte Metallerzeugnis, das auf einem US-Bodenmilitärfahrzeug installiert ist.
Im Army Research Laboratory der U.S. Army arbeiten Materialforscher an einer Stahllegierung zur Herstellung von ultrafesten Metallteilen mit dem 3D-Drucker. Die Forscher sind nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen und haben ihre Zwischenergebnisse in einem Bericht und Videobeitrag vorgestellt.
Der US-amerikanische Flugzeugträger USS George H.W. Bush verbringt die nächsten 28 Monaten zur Wartung im Trockendock. Seine bisher umfangreichste Wartung. Dabei erhält er auch einige technologische Upgrades, wie unter anderem eine Onboad-3D-Drucktechnologie und Geräte für das 3D-Lasercanning.
Für eine C5 Super Galaxy Militärmaschine wurden innerhalb kurzer Zeit 17 Bauteile mit einem 3D-Drucker hergestellt und in das Transportflugzeug eingebaut. Ziele des Militärs mit dem Einsatz der 3D-Drucktechnologie sind Kosteneinsparungen und mehr Flexibilität. Weitere 3D-gedruckte Bauteile sind bereits geplant.
Die U.S. Marines am japanischen US-Stützpunkt Iwakuni nutzen 3D-Druck zur Verbesserung ihrer Reparaturmöglichkeiten von Kampfjets und Rotationskanonen. Mit Hilfe der 3D-Drucker konnten Marines und Ingenieure schnell und kostengünstig benötigte Spezialweerkzeuge und -Bauteile vor Ort herstellen, um die Effizienz ihrer Prozesse bei der Personaleinteilung aber auch der Maschinen selber zu verbessern.
Der teuerste Kampfflugzeug der Welt, der F-22 Raptor, wird bald mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker fliegen. Wie die US-Luftwaffe vermeldete, werden am Hill Air Force Base in Utah Titanbauteile aus Metall-3D-Druckern in F-22-Kampfflugzeug verbaut.
Relativity Space, ein dreijähriges Startup-Unternehmen mit Sitz in Los Angeles, das Raketen mit 3D-Druckern bauen will, gab am Donnerstag einen Vertrag mit der U.S. Air Force über den Bau und Betrieb einer Startanlage auf der Cape Canaveral Air Force Station in Florida bekannt. Ziel des Startup sind Raketen mit bis zu 100 mal weniger Teilen. Dafür kommt auch der Stargate, einer der weltweit größten Metalldrucker zum Einsatz.
Ein Team des U.S. Army Engineer Research and Development Center (ERDC) fertigte unter der Leitung von Maschinenbau-Expertin Megan Kreiger im Camp Pendelton, in Südkalifornien, eine Fußgängerbrücke mit einem 3D-Drucker. Der 3D-Druck fand unter schwersten Wetterbedingungen statt, doch gelang. Die U.S. Army möchte die 3D-Drucker nun künftig auch im Rahmen internationaler Hilfseinsätze nutzen.
Die US-Navy hat den Einsatz der ersten Metallbauteile aus dem 3D-Drucker an Board eines Flugzeugträgers genehmigt. Dies teilte am Donnerstag das Naval Sea System Command (NAVSEA) in einer Pressemitteilung mit. Es sind zahlreiche Tests geplant, um weitere Einsatzmöglichkeiten zu eruieren. Erste Testergebnisse liegen auch bereits vor.
Titomic ist ein australisches Unternehmen und spezialisiert auf den 3D-Druck mit Metall. Titomic hat jetzt mit TAUV sein erstes Verteidigungsabkommen geschlossen, um ein robustes unbemanntes Luftfahrzeug (engl. Unmanned Aerial Vehicle = UAV) aus Titan mit Hilfe von 3D-Druck herzustellen. Bei der additiven Fertigung kommt die Kinetic Fusion Technologie von Titomic zum Einsatz.
In nur 40 Stunden gelang es den U.S. Marines eine Kaserne aus Beton in einem Stück mit einem 3D-Drucker zu drucken. Eine derartige Kaserne könnte auch als Unterkunft in Krisengebieten genutzt und schnell in großen Stückzahlen aufgestellt werden. Tests, wie man den Bau noch optimieren kann, sind für die nächsten Wochen geplant.
Oftmals warten Soldaten an abgelegenen Stützpunkten oder auf dem Schlachtfeld wochenlang auf Ersatzteile, wenn mal ein wichtiges Gerät streikt. Jetzt hat ein Forscherteam des U.S. Marinecorps und des U.S. Army Research Laboratory einen Weg gefunden, diese notwendigen Ersatzteile unter Verwendung von Abfallkunststoffen wie Pappe, Wasserflaschen und anderen wiederverwertbaren Materialien aus PET innerhalb von Stunden mit einem 3D-Drucker direkt vor Ort herzustellen.
Ein Team der U.S. Marine in Maryland hat eine Komponente einer Tür eines F-35 Flugzeugs mit Hilfe von dem 3D-Druckverfahren hergestellt und spart so 70.000 US-Dollar für die Neuanschaffung defekter Türen. Die gedruckte Komponente kostet lediglich 9 Dollar-Cent. Eine neue Tür 70.000 US-Dollar. Die Herstellung des Bauteils findet direkt vor Ort mit einem 3D-Drucker statt.
Turbulenzen machen das Trinken eines Kaffees in Flugzeugen nicht besonders einfach. Damit auch Mitarbeiter der US Air Force während eines Fluges mit einem Luftwaffenflugzeug Kaffee trinken können, wurden vor Jahren bereits spezielle Kaffeebecher entwickelt. Besonders kostspielig sind die Spezialgriffe. Um Kosten zu sparen, werden diese Kaffeebechergriffe zukünftig mit Hilfe von 3D-Druckern von der US Air Force selbst hergestellt.
Mit zunehmender Verwendung der 3D-Druck-Technologie im Bauwesen gewinnt auch die Entwicklung neuer Betonmischungen immer mehr an Bedeutung. Die US-Army konnte jetzt eine neuartige Betonmischung als Patent anmelden und beim Projekt „B-Hut“ bereits eine Kaserne mit einem 3D-Drucker bauen. Langfristig will sich das US-Militär mit der schnellen Bauweise von Gebäuden militärische Vorteile verschaffen.