Der Schweizer Industriekonzern Georg Fischer AG und der US-Hersteller für 3D-Drucker 3D Systems haben eine Partnerschaft beschlossen. Gemeinsam wollen sie im Herbst erste Lösungen für die additive Fertigung von Metallteilen präsentieren.
Die Schweiz ist mit seinen zahlreichen Seen, Dörfern und malerischen Alpengipfeln ganz sicher ein Land der Tradition. Und dennoch verschließt es sich keineswegs dem technologischen Fortschritt und steht disruptiven Technologien wie der Additiven Fertigung offen gegenüber. Auf dieser Themenseite berichten wir zur Entwicklung des 3D-Drucks in der Schweiz, zeigen Beispiele aus Wirtschaft und Wissenschaft und geben Einblicke in die Entwicklung der 3D-Drucktechnologie in der Schweiz.

Die derzeit auf dem Markt verfügbaren 3D-Drucker kann man grob in 2 Bereiche aufteilen: Zum einen haben wir den Bereich der Industrie-3D-Drucker, in dem große, hochwertige und professionelle 3D-Drucker angewendet werden. Zum anderen haben wir den Bereich der Desktop-3D-Drucker, in dem häufig semi-professionelle Geräte und Einsteigermodelle zu finden sind, die es schon ab knapp über 100 Euro zu kaufen gibt.
Sowohl Industrie- als auch Desktop-3D-Drucker finden Anwendung in allen erdenklichen Bereichen – von Rapid Prototyping über Architektur bis hin zur Forschung und Medizin. Die Schweiz kann dank dem 3D-Druck zum Beispiel Prototypen und Modelle für Funktions- und Konstruktionsprüfungen sowie für Präsentationen schnell und kostengünstig erstellen und somit Entscheidungsprozesse deutlich verkürzen. Die Schweizer sind der Meinung, dass der additiven Fertigung beinahe keine Grenzen gesetzt sind.
Die 3D-Drucker werden in der Schweiz nicht nur als ein Trend angesehen, sondern als eine besondere Gelegenheit der wirtschaftlichen Produktion komplexer Bauteile. Der 3D-Druck ist bereits heute in den meisten Branchen anwesend und wird stetig weiterentwickelt. Eins ist sicher: Die 3D-Drucker werden in Zukunft mit immer besseren Druckmöglichkeiten ausgestattet sein, so dass auch ihre Einsatzbereiche ständig erweitert werden.
Die Schweizer Wissenschaftler und Forscher, die an der Entwicklung neuer 3D-Drucker-Lösungen arbeiten, sind daher der Meinung, dass die 3D-Druck-Technologie zukünftig so angewendet wird, wie wir es uns vorstellen. Da der Mensch selbst ein besonders kreatives Wesen ist, wird auch die Technologie entsprechend kreativ eingesetzt.
Auf dieser Seite finden Sie eine detaillierte Übersicht aller Artikel in unserem Online-Magazin zum Thema „3D-Drucker in der Schweiz“.
Der Schweizer Industriekonzern Georg Fischer AG und der US-Hersteller für 3D-Drucker 3D Systems haben eine Partnerschaft beschlossen. Gemeinsam wollen sie im Herbst erste Lösungen für die additive Fertigung von Metallteilen präsentieren.
Die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich (ETH Zürich) ist bekannt für ihre herausragenden Entwicklungen und Technologien. Derzeit arbeitet ein Team von Forschern an einem Hausprojekt, für das die Ingenieure der Schweizer Hochschule unter anderem eine smarte Hausdecke mit einem Sand-3D-Drucker herstellt haben.
Mit dem HM-EVO 380 stellte der Schweizer Hersteller HM-3D kürzlich eine größere Version seines Vorgängers, dem 3D-Drucker HM-EVO 280, vor. Bei dem Modell wurden einige Erweiterungen hinzugefügt. Wir stellen den HM-EVO 380 3D-Drucker von HM-3D einmal genauer vor.
Die beiden Schweizer Firmen, das Technologieunternehmen Oerlikon und das Rüstungsunternehmen Ruag, werden künftig bei 3D-gedruckten Raumfahrtkomponenten mehr zusammenarbeiten. Ihr gemeinsames Ziel liegt darin, Schweizer Weltraumwerkzeuge auch mit Hilfe von 3D-Druckern zu produzieren.
Nora Wagner hat als Studentin der Hochschule Luzern mit ihrer Bachelorarbeit im letzten Jahr ein Verfahren präsentiert, mit dem sich beim 3D-Druck von Keramik die Farbe und Struktur anpassen lässt. Ein Architekturbüro zeigte sich jetzt an ihrer Arbeit interessiert und beauftragte Wagner für den 3D-Druck von Hausnummern für eine Alterswohnsiedlung in Zürich. Ein erster Teil der 3D-gedruckten Hausnummern wurde nun fertig.
Der Schweizer 3D-Drucker-Hersteller Sintratec hat mit MANN Datentechnik einen neuen Vertriebspartner seiner 3D-Druck-Produkte gewonnen. Für Interessierte und Besitzer der Sintratec 3D-Drucker bietet die Kooperation einige Vorteile.
Das Recycling von Autoreifen ist kein einfaches Unterfangen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden aber schon einige Wege gefunden, die hohe Umweltbelastung einzuschränken. Der italienische Hersteller TreeD Filaments hat jetzt gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Tyre Recycling Solutions eine Lösung entwickelt, um aus alten Autoreifen ein vielseitig einsetzbares und hochwertiges Filament zu gewinnen. Wir stellen das PNEUMATIQUE-Filament einmal genauer vor.
Seit eineinhalb Jahren wird am weltweit größten 3D-Drucker gearbeitet, dem „Kraken“. Das Alpnacher Forschungszentrum CSEM in der Schweiz ist derzeit mit der Entwicklung des Herzstücks beschäftigt, der Systemsteuerung. Geplant ist die Fertigstellung des Kraken 3D-Druckers nach insgesamt drei Projektjahren. Ein großer Konzern zeigt sich bereits am Krakensystem interessiert.
Wer nahe der Massaschlucht am schönen Aletsch in der Schweiz lebt, wird von einer Talsperre geschützt. Ein Untersuchungsteam der Hochschule Rapperswil und des IBU Instituts für Bau und Umwelt überprüft nun anhand eines Modells aus dem 3D-Drucker, was passiert, wenn es doch zu einer Überflutung käme. Das Modell wurde sehr präzise nachgebaut, nicht ein Detail wurde ausgelassen. Dafür wurden 2,4 km Filament und 1200 Druckstunden benötigt. Im Vergleich zu bisherigen Herstellungsverfahren solcher Modelle war der 3D-Druck deutlich kostengünstiger und die Umsetzung flexibler und schneller.
Das Schweizer Unternehmen Sintratec hat mit Kallisto eine Kooperation beschlossen und damit einen Vertriebspartner für Frankreich gewonnen. Sintratec Kunden sollen so von kürzeren Lieferzeiten profitieren und von einer schnelleren professionellen Beratung. Sintratec wurde mit einem über Kickstarter finanzierten SLS-3D-Drucker im Niedrigpreisbereich bekannt.
Die Päpstliche Schweizergarde in Rom erhält neue Helme. Die Produktion der Helme soll in der Heimat stattfinden und mit einem 3D-Drucker erfolgen. Auf der Luzerner Messe AMX Expo, die am 6. und 7. März 2018 stattfand, hat den 3D-Druck als Schwerpunktthema und ein Prototyp der neuen Helme für die Schweizergarde in Rom war einer der Höhepunkte der Ausstellung.
Die Bossard Gruppe ist ein Unternehmen aus Zug in der Schweiz und international bekannt als Logistik- und Schraubenhandelsgesellschaft. Neu will das Unternehmen nun auch 3D-Drucker und Zubehör verkaufen. Dazu ging Bossard eine Partnerschaft mit drei namhaften deutschen Unternehmen ein.
Am 6. und 7. März 2018 findet im schweizerischen Luzern die diesjährige AM Expo statt. Diese Fachmesse widmet sich dem 3D-Druck und wartet mit mehr als 100 Ausstellern auf. Zu diesen gehören unter anderem HP, German RepRap, MakerBot, Markforged, GE Additive, SGSolution, SLM Solutions Group, SWISS 3D TEC, TRUMPF Schweiz, Ultimaker B.V. und verschiedene Universitäten.
Ein Wissenschaftlerteam der Universität Neuenburg konnte erfolgreich mit einem 3D-Drucker sogenannte Mikrowellen-Hohlraumresonatoren herstellen, die Herzstück von Atomuhren sind. Das Bauteil erzeugt ein Referenzsignal, mit dem eine hochstabile Frequenz realisiert wird.
Stratasys ist ein weltweit führender Hersteller von 3D-Druckern, vor allem für den industriellen Einsatz. Nun hat das Unternehmen für den deutschsprachigen Raum ein Online-Portal entwickelt, welches es ermöglicht, den 3D-Druck beim Unternehmen direkt in Auftrag zu geben. Dazu kooperiert Stratasys mit regionalen Partnern.
Im Rahmen eines Schweizer Forschungsprojektes wurde weltweit erstmals mit Hilfe von einem 3D-Drucker ein neuartiger Abgaskatalysator für Benzin-Autos, der den Ausstoß von CO2 noch weiter reduzieren kann, erfolgreich hergestellt. Die in dem 3D-Katalysator enthaltene Keramikstruktur konnte mit Hilfe von 3D-Druck hergestellt werden. Die Forschungsanstalt Empa prüft jetzt einen testweisen Einsatz auf der Straße.
Forscher der ETH Zürich in der Schweiz haben ein biokompatibles Hydrogel entwickelt, dass sich mit einem 3D-Drucker extrudieren und gleichwohl schichtweise aufbauen lässt. Welche Anwendungsbereiche sind mit einer solchen Bakterien-Tinte und dem 3D-Druck lebender Substanzen möglich? Unser Beitrag klärt auf.
Die Schweizer Brillenfirma Optic 2000 und das französische Startup Ellcie-Healthy nehmen sich einem schwierigen Problem im Straßenverkehr an, dem Sekundenschlaf. Mit einer technisch verbesserten Brillenhalterung aus dem Bereich der Smart Wearables möchten sie Fahrer künftig warnen, wenn diese einzuschlafen drohen. Das Brillengestell wird mit dem 3D-Drucker hergestellt.
Schweizer Forscher und Wissenschaftler haben mit CREAMELT® TPU-R ein flexibles Filament geschaffen, dass zu 100% aus alten Skischuhen gewonnen wird. Das Projekt und Filament gewann bereits erste Preise. An der Entwicklung war auch eine Werkstatt für behinderte Menschen beteiligt.
Das Spin-off der ETH Zürich, Kapanu AG, hat mit der „Kapanu Augmented Reality Engine“ einen Spiegel mit integriertem 3D-Scanner vorgestellt, mit dem die Patienten vor der bevorstehenden Zahnkorrektur das Ergebnis ihrer neuen Zähne betrachten und zusammen mit einem Experten entwerfen können.