Das deutsche Designstudio 7.5 hat mit der Hilfe des französischen 3D-Druck-Unternehmens XtreeE 3D-gedruckte Betonbänke hergestellt. Die Bänke sind ein Hingucker und das eigens entwickelte Muster wird bereits von weiteren Unternehmen genutzt.
Mit dem Einzug der additiven Fertigungstechnologie können nun auf schnelle und einfache Weise 3D-gedruckte Modelle für ein Projekt zur Veranschaulichung gefertigt werden. Heutzutage können bereits ganze Häuser direkt vor Ort auf der Baustelle maßgefertigt extrudiert werden. Der 3D-Druck ermöglicht dabei komplexe Strukturen ohne Materialverlust, die oftmals mit konventionellen Baumethoden in der Form nicht oder nur wesentlich kostenintensiver umsetzbar wären.
Seit langem haben 3D-Drucker das Image des kostspieligen Zeitvertreibs verlassen und halten in unserem Arbeitsalltag immer mehr Einzug – so auch in der Architektur, wo 3D-Drucker immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hier stellt sich meistens die Frage, welche 3D-Drucktechnologie für den Einsatz in der Architektur die am besten geeignete wäre, wobei der FDM- und SLA-3D-Druck hier im Vordergrund stehen.
Hauptunterschiede zwischen diesen zwei Drucktechnologien erkennt man daran, dass 3D-Objekte aus dem FDM-3D-Drucker aus Filamenten (auf Rollen gewickelte Kunststofffäden) hergestellt werden. Dieser wird am Extruder erhitzt, nachdem er durch den 3D-Drucker gezogen und danach mit flüssigem Kunstholz, Kunststein oder Plastik zu einem Modell geformt wird. Am Ende erhärtet das Filament ganz von selbst.
Die SLA-3D-Drucktechnologie hingegen läuft etwas anders ab. Hier wird ein UV-sensitives flüssiges Harz anstelle des Filaments benutzt. Das UV-sensitive Harz wird in einer Wanne aufbewahrt, wobei die Druckplatte über Kopf steht und in das Harz eintaucht. Mit einem Beamer oder Laser wird das Harz erhärtet. Nach und nach entsteht so ein Druckobjekt. Die Architekten sollten bei der Wahl der passenden 3D-Drucktechnologie auch die Geschwindigkeit beachten. FDM ist auf jeden Fall die schnellere Methode, aber das Erscheinungsbild beim SLA-3D-Druck ist sehr viel glatter und feiner.
3D-Drucker sind für Architekten eine echte Bereicherung, da sie potenziellen Kunden so leichter ein fertiges 3D-Modell ihres Hauses demonstrieren können. Ein 3D-Modell ist schließlich ein vollkommen anderes Erlebnis, als Zeichnungen, da es optische und physisch sensitive Reize anspricht. Am 3D-Drucker kann nicht nur ein Modell vom Haus erstellt werden, sondern auch die gesamte Gartenanlagen, Garagen und sogar die Umzäunung des Grundstücks.
Sowohl im Ingenieurswesen als auch in der Architektur gilt der 3D-Druck als eine Zukunftstechnologie. Doch wir dürfen nicht voreilig sein, da sich nichts über Nacht entwickelt und jeder Fortschritt braucht seine Zeit. Mit dem entsprechenden 3D-Drucker lässt sich grundsätzlich nahezu alles herstellen – von der komplexen Gebäudearchitektur bis hin zur filigranen Vase als Inneneinrichtung.
Diese neue Technologie erhält langsam aber sicher auch in der Architektur besondere Aufmerksamkeit, nachdem sie die Luft- und Raumfahrt sowie das Militär eroberte. Immer mehr Ingenieure und Architekten setzen den 3D-Druck ein, um genaue Präsentationen und besondere Modelle nach eigenen Vorstellungen zu erstellen. Dabei kommen hauptsächlich Metall und Plastik zum Einsatz.
Auf dieser Seite finden Sie neueste Artikel, Berichte und Informationen zum Einsatz der 3D-Drucktechnologie in der Architektur. Wo und wie werden 3D-Drucker bereits in der Architektur eingesetzt? Wo besteht zukünftig noch Potenzial? Welche Möglichkeiten gibt es, um 3D-Drucker zukünftig sinnvoll in der Architektur einzusetzen? Bleiben Sie mit dem 3D-grenzenlos Online-Magazin auf dem Laufenden (kostenlosen Newsletter abonnieren)!
Das deutsche Designstudio 7.5 hat mit der Hilfe des französischen 3D-Druck-Unternehmens XtreeE 3D-gedruckte Betonbänke hergestellt. Die Bänke sind ein Hingucker und das eigens entwickelte Muster wird bereits von weiteren Unternehmen genutzt.
Die Solar Decathlon China 2018 ist ein Wettbewerb, an dem Teams von Studenten aus aller Welt teilnehmen können. Ein Team der Washington University in St. Louis (WashU) tritt in diesem Jahr mit einem Solarhaus an, das die Form einer blühenden Lotusblume aufweist. Das besondere Design ist nicht das Einzige, das das Lotus House auszeichnet. Das Team berichtet wie der 3D-Druck auch Themen wie Nachhaltigkeit möglich machte.
Das britische Kunst- und Modeunternehmen Bottletop hat die Eröffnung von einem neuen Laden in in London angekündigt, bei dem sowohl Produkte wie Handtaschen als auch die komplette Innenfassade mit einem 3D-Drucker hergestellt wurden. Fokus lag neben Design und Architektur auch auf Nachhaltigkeit. So wurden zum Beispiel aus dem Gummi alter Autoreifen Filamente gewonnen und für den 3D-Druck eingesetzt.
Mit der 3D-Printed Habitat Challenge möchte die NASA Wege erforschen, wie sie Lebensraum auf dem Mars oder Mond schaffen kann. Ziel ist es hierbei, nachhaltige Gebäude zu bauen und dies möglichst mit Materialien von Mars und Mond, um Transportkosten auf ein Minimum zu reduzieren. Mit dem Projekt MARSHA ist der AI SpaceFactory ein guter Beitrag in der 3D-Printed Habitat Challenge der NASA gelungen. Wir stellen das zylindrische Gebäude aus dem 3D-Drucker einmal genauer vor.
Nora Wagner hat als Studentin der Hochschule Luzern mit ihrer Bachelorarbeit im letzten Jahr ein Verfahren präsentiert, mit dem sich beim 3D-Druck von Keramik die Farbe und Struktur anpassen lässt. Ein Architekturbüro zeigte sich jetzt an ihrer Arbeit interessiert und beauftragte Wagner für den 3D-Druck von Hausnummern für eine Alterswohnsiedlung in Zürich. Ein erster Teil der 3D-gedruckten Hausnummern wurde nun fertig.
Der kroatische Pavillon „Cloud Pergola“ ist ein Glanzstück der diesjährige 16. Architekturbiennale. Die übergroße Struktur aus dem 3D-Drucker beeindruckt mit seinen Wolken-Strukturen – bestehend aus unzähligen, 3D-gedruckten Voxeln. Zu sehen ist die Cloud Pergola noch bis Ende November im italienischen Venedig.
Ornamente an Gebäuden sind wunderschön anzusehen, aber schwer in der Produktion. Inspiriert vom Abriss der 574 Fifth Avenue in New York plante das Architektur- und Ingenieurbüro EDG die Produktion komplexer Ornamente und setzte dafür 3D-Drucker ein. Diese erwiesen sich sowohl im Prototyping als auch in der Produktion als kostengünstig und flexibel.
Architekten wie Massimiliano Locatelli vom Architekturbüro Architetti finden, dass der Nutzen des 3D-Drucks beim Hausbau unterschätzt wird. Sie möchten daher auf der Mailänder Designwoche zeigen, wie man den 3D-Druck im Hausbau einsetzen kann. Dazu wird vor Ort ein Haus gedruckt. Dem Projekt unterliegt ein sozialer Gedanke, den man beim 3D-Druck im Bauwesen nicht zum ersten Mal hört.
Der Hängebambuspavillion „The Big Bamboo“ ist ein Konstrukt, erstellt von einem Team aus 17 israelischen Studenten sowie Lehreren und externe Mitarbeitern und Firmen der Bezalel Akademie. Bei der0 Bambuskonstruktion werden die kerzengeraden Bambusstangen mit 3D-gedruckten Gelenken verbunden. Die Studenten zeigen mit dem Projekt, welche Vorteile Bambus als Baumaterial hat und welche Flexibilität eine Ergänzung dieser Bauweise mit Hilfe der 3D-Drucktechnologie erfahren werden kann.
Ein Forscherteam der Technischen Universität München (TUM) experimentiert mit verschiedenen Verfahren, darunter das selektive Binden. Dank dieser Technik konnten sie erstmals filigrane bionische Betonstrukturen aus echten Beton mit einem 3D-Drucker herstellen. Derweil arbeiten die Forscher an einem völlig neuartigen 3D-Drucker, mit einem Druckkopf mit mehreren tausend Düsen.
Der französische Architekt Vincent Callebaut legte gerade Planungen für den Wiederaufbau der irakischen Stadt Mossul vor. Dabei soll der 3D-Druck eine herausragende Rolle spielen. Er soll für die Fertigung von Brücken, die mit verschiedenen Wohnblöcken und Grünflächen versehen sind, eingesetzt werden. Wie die Planungen genau aussehen, lesen Sie hier.
In der niederländischen Stadt Gemert wurde jetzt eine neue Brücke für Radfahrer eingeweiht, die mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Die 3D-gedruckte Brücke kann ein Gewicht von 40 Lastkraftwagen tragen. Der große Vorteil für Bauunternehmen und Auftraggeber ist aber ein anderer.
Das amerikanische Start-up Unternehmen Kaarta hat einen 3D-Scanner namens „Contour“ entwickelt, der alle Arbeitsschritte in Echtzeit erledigt und sämtliche notwendigen Komponenten vereint.
Die TU Eindhoven hat das Modell für eine Fahrradbrücke entwerfen lassen, welche sie nun gemeinsam mit dem Bauunternehmen BAM Infrastructure (Royal BAM Group) und einem 3D-Beton-Drucker in Angriff nimmt. Nahe Eindhoven entsteht die neue Brücke aus dem 3D-Drucker und leistet zusätzlich ihren Anteil zum Umweltschutz.
Die Architektin Paz Gutierrez von der Berkeley Universität in Kalifornien hat mit Hilfe von einem 3D-Drucker das Modell von einem übergroßen Vogelnest der Webervögel geschaffen. Ziel des Modells und ihrer Vorgehensweise im Allgemeinen ist es mit der Verbindung von Kunst, Architektur, Design und Natur hilfreiche Erkenntnisse für die Forschung zu erzielen. Der 3D-Druck ist in ihren Augen daran maßgeblich beteiligt.
Neri Oxman ist eine amerikanisch-israelische Architektin. Sie leitet die Mediated Matter Group am Massachusetts Institute of Technology (MIT). In ihrer Forschung geht es um die Nutzung von 3D-Druck für den Bau von großen Strukturen und zeigt am Beispiel einer großen Kuppel, welche Möglichkeiten der 3D-Druck Architekten und dem Bauwesen bietet.
Das in der Konstruktionsbranche tätige Start-up Unternehmen Millebot hat unter der Bezeichnung „Mille“ einen industriellen 3D-Drucker entwickelt, der in einem Schiffscontainer untergebracht ist und auch Beton als Druckmaterial einsetzt. Er soll weltweit verschifft werden.
Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen CyBe Construction existiert zwar erst seit einigen Jahren, hat aber in der Verwendung des 3D-Stampfbetons bereits enorme Fortschritte erzielt. Jetzt stellten sie ihren neuen 3D-Drucker „CyBe RC 3Dp“ vor.
In der spanischen Stadt Alcobendas wurde Anfang dieser Woche die weltweit erste Fußgängerbrücke aus Beton aus einem 3D-Drucker eingeweiht. Sie steht im Castilla La Mancha Park und bringt es auf eine Länge von 12 Metern sowie eine Breite von 1,75 Metern.
Auf der Design Miami 2016, die zeitgleich mit der Art Basel stattfindet, sind viele prominente Designer, Galeristen und Sammler zu Gast. Diese können gemeinsam mit anderen Besuchern den Pavillon namens „Flotsam und Jetsam“ bewundern, der die Struktur eines Baumes hat und mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde.