Ist es möglich Kleidung mit dem 3D-Drucker zu drucken? „Ja, klar“, werden einige zynisch behaupten, „du kannst dir das Plastik-Shirt ja gerne anziehen“. Doch die Möglichkeiten Kleidung mit dem 3D-Drucker zu erstellen, sind bereits weitaus fortgeschrittener. So lässt sich zum Beispiel unter Verwendung unterschiedliche Materialien und in Kombination mit einem dehnbaren, biologisch abbaubarem Gewebe Unterwäsche herstellen. Typische Ausgangsmaterialien sind zum Beispiel Latex und Baumwollfasern. Welche Möglichkeiten 3D-Drucker darüber hinaus noch bieten, Kleidung herzustellen, lest Ihr hier – auf unserer Themenseite: „Kleidung aus dem 3D-Drucker“, auch mit vielen weiteren Beispielen zum 3D-Druck in der Modeindustrie.
Forscher aus Hongkong, von der City University of Hong Kong (CityU), haben einen 3D-gedruckten Filter entwickelt, mit dem sie das in Waschmaschinen freigesetzte Mikroplastik auffangen können. Damit wollen sie das große Problem mit der Umweltbelastung durch Mikroplastik in Textilien aufmerksam machen. Ein 3D-gedruckter Filter für Wäschetrockner soll folgen.
Das US-amerikanische Unternehmen Smith hat eine maßgenaue und mit 3D-Druck hergestellte Skibrille auf den Markt gebracht. Die „I/O MAG Imprint“ Skibrille kann nahtlos in Smiths Helme integriert werden. Wir stellen sie vor.
Die Designerin Noga Karpel hat ein Kleid entworfen, das mit aufwendig verketteten Händen entstehen sollte. Um das zu realisieren und den 3D-Druck in ihre Arbeit einzubinden, wandte sie sich an das belgische Start-up PrintPlace. Wir stellen das Kunst- und Modeprojekt einmal vor.
Der amerikanische Designer Heron Preston hat mit dem HERON01 seinen ersten komplett 3D-gedruckten Sneaker vorgestellt. Der Slip-On-Sneaker kommt ohne Nähte und Kleber aus und kann zu einem späteren Zeitpunkt recycelt und für ein neues Schuhpaar wiederverwendet werden. Wir fassen das Wichtigste zu dem neuen Schuh zusammen.
Casca Designs ist eine kanadische Schuhmanufaktur, die Schuhe mit hohem Tragekomfort nachhaltig mit 3D-Druck herstellen möchte. Dabei achtet das Start-up-Unternehmen auf eine möglichst minimale Abfallproduktion und einen reduzierten CO2-Fußabdruck. Wir stellen Casca Designs und seine Bestrebungen den 3D-Druck in eine nachhaltige Schuhproduktion zu integrieren vor.
Das bayerische Unternehmen KUNA3D hat ein kleines, kompaktes und mit 19 Gramm besonders leichtes Mini-Wallet vorgestellt. Dieses soll nahezu unzerstörbar sein, wird mit recycelbaren Materialien hergestellt und wird Angaben des Unternehmens zufolge in 20 Jahren noch genauso aussehen wie heute. Eine weitere Besonderheit: Die Mini-Geldbörse wird im Multi-Jet-Fusion-Verfahren mit einem HP 3D-Drucker hergestellt.
Das russische Unternehmen 99 recycle nutzt 3D-Druck und andere Methoden, um aus Abfall modische Accessoires und weitere Gegenstände herzustellen. Dabei kommt auch ein 3D-Drucker zum Einsatz, der bereits Dinge wie einen Fahrradrahmen und mehr angefertigt hat. Für ihre Arbeit wurde 99 recycle mit dem St. Petersburg Award 2020 ausgezeichnet.
US-Forscher der Tufts University haben aus Seidenfasern ein neuartiges 3D-Drucker-Material entwickelt, dass den 3D-Druck von lederähnlichen Objekten ermöglichen soll. Das Material ist ähnlich echtem Leder besonders stark und zäh, dafür aber deutlich umweltfreundlicher produzierbar. Mit dem Material gedruckte Objekte können außerdem zur Wiederverwertung für neue Produkte genutzt werden. Das Material lässt sich komplett recyceln.
Viktor & Rolf feiert das 15-jährige Bestehen seines beliebten Duftes Flowerbomb mit einer besonders limitierten Auflage. Mit Hilfe von 3D-Druck wurden besonders elegante Flakons in Roségold hergestellt und von Hand nummeriert. Gerade einmal 15 Stück existieren und werden für knapp über 2.000 Euro angeboten. Zum Einsatz kam die 3D-Drucktechnologie von Carbon.
Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas hat mit dem Futurecraft 4D STRUNG einen neuen Laufschuh angekündigt. Es soll sich Adidas zufolge um den bisher fortschrittlichsten Schuh mit Zwischensohle aus dem 3D-Drucker handeln. Adidas hebt außerdem die Verwendung des speziellen Textilobermaterials STRUNG hervor, dem der Schuh auch seinen Namen zu verdanken hat. Wir stellen den Futurecraft 4D STRUNG von Adidas einmal genauer vor.
Dem US-3D-Drucker-Hersteller Stratasys und den jungen Designerinnen Julia Koerner und Ganit Goldstein aus Japan ist es gelungen, im Rahmen eines EU-finanzierten Verbundprojekts Kleidungsstücke mithilfe der PolyJet-3D-Drucktechnologie zu realisieren. Es entstanden einzigartige Kimonos und Kleider. Wir stellen die Ergebnisse und die Möglichkeiten für die Modeindustrie vor.
Der chinesische Schuhhersteller MAGARIMONO hat seine ausgefallene Kollektion „step different“ vorgestellt. Die Realisierung der aufwendigen Design-Ideen wurde allerdings erst mit 3D-Druck möglich. Der 3D-Drucker-Hersteller Shining 3D unterstützte MAGARIMONO.
Das deutsche Unternehmen Lightning Cosplay stellt ausgefallene Kostüme für Cosplayer her. Bei der Produktentwicklung und Hersteller der Kostüme kommen auch 3D-Drucker zum Einsatz, unter anderem der M200 vom Hersteller Zortrax. Wir stellen die Arbeit des Start-ups einmal genauer vor.
Die niederländische Designerin Anouk Wipprecht hat mit ihrem Proximity Dress 2.0 ein um Sensoren erweitertes Kleid aus dem 3D-Drucker vorgestellt, mit dem sie die Proxemics-Theorie von Edward T. Hall umsetzt. Ihre neueste Kreation aus dem Bereich Fashiontech definiert bestimmte persönliche Bereiche, in die Fremde nicht eindringen sollten. Das Kleid registriert zum die Entfernung anderer Personen. Während der Corona-Pandemie ein interessantes Konzept.
Der 3D-Druck von Schuhen bietet viele Vorteile. Immer mehr Hersteller setzen sich deshalb mit der additiven Fertigung auseinander und stellen teilweise schon Sohlen und ganze Schuhe mit dem 3D-Drucker her. Neben Größen wie ECCO, Reebok, Adidas und anderen, will jetzt auch der britische Produzent von Laufschuhen VIVOBAREFOOT mit dem Projekt „3DVivo“ 3D-gedruckte Schuhe anbieten.
Schuhhersteller profitieren seit Längerem schon von den Möglichkeiten der 3D-Drucker. Die Schuhmodelle lassen sich individueller gestalten, den Kundenbedürfnissen anpassen und sind nachhaltiger in der Produktion. Die gesamten Möglichkeiten zeigt Native Shoes aus Kanada, die gemeinsam mit dem Self-Assembly Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Emily Carr University für Kunst und Design einen neuartigen, besonders nachhaltigen, 3D-gedruckten Schuh entwickelt haben.
Der Luxusartikelhersteller Emporio Armani hat sich bei der Werbung für seine neue Kollektion eine Besonderheit überlegt. Eine Plakatreihe wurde mit 3D-gedruckten Elementen ausgestattet, die dem Ganzen mehr Eleganz verleihen aber vor allem für mehr Aufmerksamkeit sorgen soll. Dies ist dem Modelabel gelungen. Zum Einsatz kam ein Großformat-3D-Drucker von MASSIVit 3D.
Voxel8 entstand 2014 durch einen Zusammenschluss von Ingenieuren und Entwicklern der Harvard University. Sie alle haben das Ziel, die Entwicklung in der Sportbekleidungs- und Schuhbranche voranzubringen und setzen dabei auf digitale Fertigung und den 3D-Druck. Eine Finanzierungsrunde der Serie B soll jetzt dabei helfen, das von Voxel8 entwickelte ActiveLab Digital Fabrication System auf die nächste Stufe zu bringen.
Mit „Black Badge“ gelang es dem Luxusautomobilhersteller Rolls Royce neue, mutige Kunden für sich zu gewinnen. Im Rahmen der Black Badge-Kampagne griff die Designerin Anouk Wipprecht auf die 3D-Drucktechnologie zurück, um ausgefallene Ideen für das Markenkonzept individuell umzusetzen. Neben der Markenwerbung stand aber auch noch ein anderes Thema im Vordergrund.
Das italienische Modelabel XYZBAG hat seine neuesten Handtaschenmodelle vorgestellt. Als Konzept verbindet das Unternehmen traditionelles Design mit moderner Fertigung und setzt bei der Herstellung der Taschen auf 3D-Druck. Wir stellen die Fertigung von XYZBAG einmal genauer vor.